Allergien
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem außergewöhnlich stark auf eine oder mehrere Substanzen (sog. Allergene). Um herauszufinden, gegen was eine Person allergisch ist, kommen bestimmte Testverfahren zum Einsatz:
Der Hauttest:
- Scratchtest
die Haut wird mit einem Skalpell angeritzt und mit der allergieauslösenden Substanz benetzt. - Reibetest
wird bei besonders schmerzempfindlichen Menschen angewendet. Die vermutete Substanz wird auf die Haut der Unterarmes gerieben. - Pricktest
die Haut wird mit verschiedenen Substanzen betupft die über eine Mikroläsion in die Haut eindringen können. - Epikutantest
mit unterschiedlichen Allergenen versehene Pflaster werden auf die Haut der Rückens geklebt. - Intrakutantest
das Allergen wird in den Rücken eingespritzt. - Provokationstest
bei Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln. die vermutete Substanz wird über die Nase aufgenommen. Dieser Test darf nur unter ärzlicher Kontrolle durchgeführt werden.
Der Bluttest:
- FastCheckPOC-Test
es können zwölf verschiedene Nahrungs- und Inhalationsallergene ausgewertet werden. - RAST-Test
Dieser Test kann nur in Zusammenhang mit der Krankengeschichte des Betroffenen ausgewertet werden und wird daher selten genutzt. - PRIST / RIST-Test
dient der Ermittlung der Gesamtkonzentration von IgE im Blut. Der Test gibt keine Hinweise auf spezifische Allergene. - IgG-Test
Dieser Test wird besonders bei einer Allergie Typ III eingesetzt
Allergietypen:
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Allergie Typ I
Typische Verursacher einer Typ I-Reaktion sind Tierhaare, Hausstaubmilben, Pollen, Nahrungsmittel, Schimmelpilze, Medikamente und Insektengifte.
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Allergie Typ II
Allergien vom Typ II werden auch als zytotoxische (zellgiftige) Reaktion bezeichnet. Das Immunsystem reagiert innerhalb kurzer Zeit (meist Minuten) auf das Allergen, bekämpft dabei aber fälschlicherweise auch körpereigene Zellen und zerstört diese.
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Allergie Typ III
Typische Spätfolgen bzw. Erkrankungen, die auf eine Typ III Allergie zurückzuführen sein können, sind Vaskulitiden (Gefäßentzündungen), Alveolitis (Entzündung der Lungenbläschen), Nephritis (Nierenentzündung), Arthritis (Gelenkentzündung), systemischer Lupus erythematodes (Form der Kollagenosen, welche zu den Autoimmunerkrankungen zählt) und die Serumkrankheit (Reaktion auf die Gabe verschiedener Sera).
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Allergie Typ IV
Dem Allergie Typ IV zuzuordnende Erkrankungen und Allergien sind u.a. das Kontaktekzem (sichtbar durch Rötung, Ödembildung sowie eine mit Blasen oder Schuppen überzogene Haut, z.B. bei einer Nickelallergie), das Stevens-Johnson-Syndrom (besonders durch Medikamente, seltener durch Lymphome verursacht), chronisches und allergisches Asthma, Arzneimittel-Exanthem (äußert sich durch eine ähnliche Symptomatik wie Röteln, Masern oder Scharlach) sowie Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantaten.
Weitere Information zu Allergien erhalten Sie unter allergie-helfer.de oder allergie.info.


